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Vergleich: COVID-19 und Grippe
Mit den gegenwärtig verfügbaren Daten ist es nicht möglich, die Gefährlichkeit des SARS-CoV-2 Virus abschliessend zu beurteilen. Es ist jedoch möglich anhand der Todesfälle aller Ursachen eine Idee davon zu bekommen, wie wahrscheinlich es ist in der Schweiz an COVID-19 zu sterben.
Die nächsten Abschnitte führen aus, warum COVID-19 bis jetzt nur unwesentlich gefährlicher ist als eine starke Grippewelle.

Sterblichkeit in 2020 nur 6% höher als in 2015

Wenn man die Todesfälle aller Ursachen (siehe Todesfälle nach Altersklasse, Woche und Kanton) ins Verhältnis setzt zur Wohnbevölkerung (siehe 2015 & 2020), dann ergibt sich folgendes Bild:
Jahr
Todesfälle
Ständige Wohnbevölkerung
Todesfälle pro 100'000
2015
68'786
8'327'126 (01.01.2016)
826
2020
75'861
8'655'118 (30.09.2020)
876
Demnach war die Wahrscheinlichkeit in 2020 zu sterben nur 6% höher als die in 2015 zu sterben. 2015 wurde die Schweiz von einer relativ starken Grippewelle heimgesucht.
Die Schweiz ist in dieser Hinsicht kein Einzelfall, wie z.B. die Zahlen des CDC belegen. Zudem hat das CDC neulich die sehr tiefen Mortalitätszahlen bestätigt: Nach den besten gegenwärtigen Schätzungen müssen mit SARS-CoV-2 infizierte Personen unter 50 Jahren mit einer maximalen Mortalitätsrate von 0.02% rechnen, für 50-69 jährige beträgt diese 0.5%.

Fragliche Wirksamkeit der Zwangsmassnahmen

Der an dieser Stelle oft gehörte Einwand, dass die Sterblichkeit nur wegen den Massnahmen nicht höher sei, hält einer genaueren Überprüfung nicht stand. Wenn man verschiedene Länder miteinander vergleicht, gibt es, wenn überhaupt, nur einen schwachen Zusammenhang (Korrelation) zwischen der Schärfe der verfügten Zwangsmassnahmen und der jeweiligen Sterblichkeit (und meistens auch der Fallzahlen). Ein gutes Beispiel dafür ist die Maskenpflicht. Ein weiteres gutes Beispiel ist ein Vergleich der COVID-19 Toten in Deutschland und in Schweden.
Selbst unter der Annahme, dass eine starke Korrelation existiert, stellt dies noch keinen Beweis für die Wirksamkeit der Massnahmen dar, denn Korrelation ist nicht gleich Kausalität. Für einen Beweis ist zusätzliche Evidenz notwendig.

Vergleich der Sterblichkeit in 2015 und 2020

Das Bundesamt für Statistik (BFS) veröffentlicht auf der Seite Sterblichkeit, Todesursachen auch Grafiken, welche die Übersterblichkeit visualisieren. In den folgenden Abschnitten wird die Sterblichkeit in 2015 mit derjenigen von 2020 verglichen. In beiden Fällen ist fast ausschliesslich die Altersgruppe ab 65 Jahre betroffen.

2015

Die vergleichsweise hohe Zahl an Todesfällen im Frühjahr 2015 schreibt das BFS einer starken Grippewelle zu (die kleinere Spitze im Sommer wird der Hitze zugerechnet).

2020

Man beachte, dass diese Grafik im Vergleich zu 2015 eine gedehnte Y-Achse hat, daher erscheint die Sterblichkeit von 2020 rein optisch viel höher als diejenige von 2015. Zahlenmässig liegt die Sterblichkeit in 2020 nur 6% über der von 2015.

Die Spitäler sind nicht überlastet

Der ebenfalls oft gehörte Einwand, dass die Bettenkapazität in den Intensivstationen bald ausgeschöpft sei, hält einer genaueren Überprüfung auch nicht stand. Laut den offiziellen Zahlen lag die landesweite Auslastung bis Ende 2020 nie über 80%.
In den Medien ist typischerweise nur von der Überlastung einzelner Spitäler zu lesen, die wirklich relevante landesweite Auslastung ist scheinbar nie ein Thema.
Wie zum Teil berichtet, gibt es wegen Quarantäne und krankheitsbedingten Ausfällen möglicherweise Engpässe beim Personal. Dazu werden scheinbar keine offiziellen Zahlen publiziert.
Last modified 8mo ago